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Wie lange dauert eine Rundreise durch Tasmanien?

Autorenbild: Tasvanlife
Tasvanlife
vor 2 Tagen
5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 2 Tagen

Tasmanien, Australiens Inselstaat, ist ein echtes Paradies für Roadtrips. Mit seinen atemberaubenden Landschaften, charmanten Städtchen und vielfältigen Sehenswürdigkeiten ist es kein Wunder, dass man diese einzigartige Insel am besten auf eigene Faust mit dem Auto erkundet. Auf der Karte wirkt Tasmanien klein, doch die Fahrzeiten täuschen: kurvige Straßen, häufige Stopps und unzählige Highlights, die du nicht verpassen solltest. Dieser Artikel hilft dir bei der Planung deiner Reise – mit realistischen Fahrzeiten, Routenvorschlägen und wichtigen Tipps für einen entspannten Roadtrip.


Roadtrip durch Tasmanien

Entfernungen und Fahrzeiten in Tasmanien


Gesamtstrecke und Fahrzeit


Eine Rundreise durch Tasmanien umfasst etwa 1.200 bis 1.900 Kilometer, je nach Route und Abstechern. Ohne Pausen bräuchtest du dafür rund 17 bis 22 Stunden. Die meisten Reisenden empfehlen jedoch, mindestens ein bis zwei Wochen einzuplanen, um die Highlights der Insel richtig zu erleben. Straßenverhältnisse, Fotostopps und Begegnungen mit Wildtieren können deine Reisezeit deutlich verlängern.


Wie lange dauert eine Rundfahrt um Tasmanien mit dem Auto

Die Fahrt von Hobart nach Strahan (etwa 300 km) dauert zum Beispiel rund 4,5 Stunden, doch mit Stopps an Wasserfällen, Aussichtspunkten und kleinen Orten wird schnell ein ganzer Tag daraus. Auch der Great Eastern Drive entlang der Ostküste ist nur etwa 220 km lang, lässt sich aber am besten in 2–3 Tagen genießen, damit du Strände, Weingüter und Nationalparks richtig auskosten kannst.


Warum dauert es länger als gedacht, Tasmanien zu umrunden?


Rundreise durch Tasmanien
Foto: Jason Charles Hill

Tasmaniens Straßen sind oft kurvig, schmal und langsamer als die Highways auf dem Festland. Stopps für Fotos, Tierbeobachtungen und Abstecher in hübsche Orte sind fast unvermeidlich. Vor allem die Westküste ist für ihre anspruchsvollen Straßen bekannt, während die Ostküste angenehmer zu fahren ist. Dazu kommen Wildtiere auf der Fahrbahn, besonders in der Morgen- und Abenddämmerung, die zusätzliche Vorsicht erfordern. Plane genug Zeit für Besichtigungen, Mahlzeiten und spontane Pausen ein, dann bleibt die Reise stressfrei.


Die Straße nach Queenstown an der Westküste ist zum Beispiel berüchtigt steil und kurvig, mit engen Kehren und spektakulären Landschaften. Auch die Fahrt durch den Freycinet National Park umfasst einige unbefestigte Nebenstraßen und langsamen Verkehr, besonders in der touristischen Hochsaison.


Tempolimits und Sicherheit


In Tasmanien gelten 100–110 km/h auf Highways und 50 km/h innerorts, je nach Straßenverhältnissen kann das aber abweichen. Sicherheit geht vor, vor allem in abgelegenen Gegenden mit vielen Wildtieren. Plane deine Tankstopps sorgfältig, denn manche Regionen haben nur wenig Infrastruktur. Der Handyempfang kann lückenhaft sein, lade dir also am besten Offline-Karten herunter. Fahr immer vorsichtig, besonders bei schlechtem Wetter, denn das Klima in Tasmanien kann schnell umschlagen.


Roadtrip durch Tasmanien
Foto: Sean Scott

Tipp zu Wildtieren: Kängurus, Wallabys und Wombats sind oft in Straßennähe unterwegs, besonders in der Morgen- und Abenddämmerung. Fahr in diesen Gegenden langsam und verzichte nach Möglichkeit auf Nachtfahrten.


Empfohlene Routen für deine Tasmanien Rundreise


Kurze Roadtrips (für alle mit wenig Zeit)


Campervan von Tasvanlife auf einem kurzen Roadtrip durch Tasmanien
Foto: Tasvanlife

Wenn du wenig Zeit hast, ist eine 3- oder 5-tägige Route mit Schwerpunkt auf Hobart, Port Arthur, sowie der Ostküste ideal. Die wichtigsten Highlights:

  • Hobart: Bummle über den historischen Salamanca Place, besuche das berühmte MONA (Museum of Old and New Art) und genieße frische Meeresfrüchte am Hafen.

  • Port Arthur: Entdecke die zum UNESCO-Welterbe gehörende Sträflingsstätte und erfahre bei einer Führung mehr über Tasmaniens Strafkolonie-Geschichte.

  • Freycinet National Park: Wandere zum berühmten Wineglass Bay Lookout und entspann dich an unberührten Stränden.

  • Bruny Island: Mach einen Tagesausflug, probiere lokalen Käse, Austern und Whisky und genieße die Küstenblicke.


Diese kürzeren Touren geben dir einen Vorgeschmack auf Tasmaniens schönste Orte, ohne dass du weite Strecken fahren musst.

Hier findest du alle unsere empfohlenen Kurztrips ab Hobart oder Launceston/Devonport.


Eine Woche (Ostküste und Launceston)


Rundreise durch Tasmanien
Foto: Tasvanlife

Mit einer 7-tägigen Route kannst du Hobart, Port Arthur, den Freycinet National Park, die Bay of Fires und Launceston erkunden. Die Strecke verbindet Natur, Kultur und Küstenlandschaften, mit optionalen Abstechern nach Maria Island oder zu den Weingütern im Tamar Valley.

  • Tag 1–2: Erkunde Hobart und Port Arthur.

  • Tag 3–4: Fahr zum Freycinet National Park und wandere zur Wineglass Bay.

  • Tag 5: Besuche die Bay of Fires mit ihren beeindruckenden, orange mit Flechten bewachsenen Felsen und dem türkisblauen Wasser.

  • Tag 6–7: Beende deine Reise in Launceston, wo du die Cataract Gorge erkunden und Weine im Tamar Valley probieren kannst.


Diese mittellangen Touren sind ein guter Einstieg, um Tasmaniens Natur und Kultur kennenzulernen. Hier findest du alle unsere empfohlenen mittellangen Touren ab Hobart oder Launceston/Devonport.



Mit dem Campervan durch Tasmanien
Foto: Tasvanlife

Zwei Wochen (komplette Tasmanien Rundreise)


Für eine ausführlichere Reise kannst du mit einer 14-tägigen Route sowohl die Ost- als auch die Westküste erkunden. Die Highlights:

  • Cradle Mountain: Wandere den Dove Lake Circuit oder nimm dir den anspruchsvollen Overland Track vor.

  • Strahan: Mach eine Bootstour auf dem Gordon River und erkunde die historische Sarah Island.

  • Queenstown: Erfahre mehr über Tasmaniens Bergbaugeschichte und fahr die malerische Straße der 99 Bends.

  • Hobart: Kehr nach Hobart zurück und genieße vor der Abreise einen letzten Tag in der Stadt.


Diese Route verbindet Natur, Abenteuer und Geschichte in entspannterem Tempo.

Hier findest du unsere empfohlene 14-tägige Tasmanien-Route ab Hobart 





Ostküste oder Westküste: Welche Route passt zu dir?


Highlights der Ostküste (Landschaft und entspanntes Reisen)

Unterwegs an der Ostküste Tasmaniens
Foto: Stu Gibson

Die Ostküste ist bekannt für traumhafte Strände, Küstenwanderungen und hervorragendes Essen und Wein. Die wichtigsten Highlights:

  • Freycinet National Park: Hier liegt die Wineglass Bay, einer der meistfotografierten Strände der Welt.

  • Bay of Fires: Berühmt für ihre orange mit Flechten bewachsenen Felsen und ihr kristallklares Wasser.

  • Bicheno: Ein charmantes Städtchen, bekannt für seine Pinguintouren und Meeresfrüchte.


Die Straßen hier sind meist einfacher zu fahren – ideal für eine entspannte Reise.


Highlights der Westküste (Wildnis und Abenteuer)

Unterwegs an der Westküste Tasmaniens
Foto: She Who Explores

Die Westküste bietet raue Schönheit und Abenteuer. Die Highlights:

  • Cradle Mountain: Ein Paradies für Wanderer und Naturliebhaber.

  • Strahan: Tor zum Gordon River und zum Franklin-Gordon Wild Rivers National Park, der zum UNESCO-Welterbe gehört.

  • Queenstown: Eine historische Bergbaustadt mit einzigartiger Landschaft.


Diese Region ist perfekt für Abenteuerlustige, mit Wanderungen, Bootstouren durch die Wildnis und Tasmaniens Bergbaugeschichte. Die kurvigen Straßen und abgelegenen Gegenden machen die Fahrt allerdings anspruchsvoller.


Weitere Tipps für deinen Roadtrip durch Tasmanien


Beste Reisezeit und Einfluss des Wetters

Reisen in Tasmanien
Foto: Stu Gibson

Die Jahreszeiten prägen das Reiseerlebnis in Tasmanien stark. Hier ein Überblick:

  • Sommer (Dezember–Februar): Warmes Wetter und lange Tage sind ideal für Outdoor-Aktivitäten. Allerdings ist es auch die meistbesuchte Reisezeit.

  • Herbst (März–Mai): Genieße schöne Herbstfarben und weniger Trubel.

  • Winter (Juni–August): Perfekt für Schneeaktivitäten am Cradle Mountain, manche Straßen können aber gesperrt sein.

  • Frühling (September–November): Mildes Wetter und blühende Landschaften machen den Frühling zur idealen Zeit für Wanderungen und Tierbeobachtungen.


Auto oder Campervan: Wie reist du am besten?

Mit dem Campervan durch Tasmanien
Foto: Tasvanlife

Mit einem Campervan bist du flexibel und sparst Unterkunftskosten, denn es gibt zahlreiche Campingplätze und kostenlose Stellplätze. Mit dem Auto kommst du dagegen schneller voran. Überleg dir, was zu deinen Vorlieben und deinem Reisestil passt.

Campervan-Tipp: Buche deinen Campervan frühzeitig, besonders in der Hochsaison, denn die Nachfrage ist groß.


Die Fähre Spirit of Tasmania (mit dem eigenen Fahrzeug anreisen)

Mit dem Camper durch Tasmanien reisen
Foto: Sean Scott

Die Fähre Spirit of Tasmania ist eine beliebte Möglichkeit, das eigene Fahrzeug auf die Insel mitzunehmen. Sie verkehrt zwischen Geelong und Devonport, die Überfahrt dauert 10–11 Stunden. Buche deine Tickets im Voraus, besonders in der Hochsaison. Wenn du lieber fliegst, kannst du nach der Ankunft in Hobart oder Launceston auch ein Fahrzeug mieten.


Fazit


Auch wenn Tasmanien auf der Karte klein aussieht, dauert eine Rundreise wegen der kurvigen Straßen, der vielen Stopps und der vielfältigen Sehenswürdigkeiten länger als erwartet. Ob du ein paar Tage oder mehrere Wochen hast: Mit der richtigen Route holst du das Beste aus deiner Reise heraus. Atemberaubende Landschaften, eine reiche Geschichte und einzigartige Tierwelt machen Tasmanien zu einem Roadtrip-Ziel, das man genießen sollte. Also nimm dir Zeit, plane sorgfältig und genieß die Fahrt!

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